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Die freiwillige Durchführung einer reversiblen chemischen als auch einer dauerhaft operativen Kastration ist in Deutschland rechtlich möglich, sofern die Voraussetzungen des Gesetzes über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden (KastrG) eingehalten werden.
Eine Kastration in Sinne des § 1 KastrG durch einen Arzt ist unter bestimmten Voraussetzungen nicht als Körperverletzung strafbar.
Voraussetzung ist unter anderem die Beteiligung eines Gutachterausschusses, welcher das Vorliegen der Voraussetzungen prüft. Die Gutachterstelle an der Regierung von Oberbayern entscheidet auf Antrag und ist zuständig, wenn der Betroffene in Bayern seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat oder behördlich verwahrt wird. Andere Behandlungsmethoden im Sinne des § 4 KastrG (z.B. medikamentöse Kastration) erfordern nur dann eine Beteiligung des Gutachterausschusses, wenn der Betroffene nicht fähig ist, Grund und Bedeutung der Behandlung voll einzusehen und seinen Willen hiernach zu bestimmen, oder das einundzwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet hat (§ 5 Abs. 2 KastrG). Für Einzelfragen können Sie sich an die Gutachterstelle wenden.
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Autor: Super-Admin
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