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Geldwäsche; Erstattung einer Verdachtsmeldung

Das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten - kurz Geldwäschegesetz (GwG) - hat zum Ziel, kriminelles Vermögen, das aus schweren Straftaten stammt, im Geldverkehr aufzuspüren. Dazu ist es notwendig, dass das legale Wirtschaftssystem Sicherungsvorkehrungen trifft. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Verhinderung der Terrorismusfinanzierung.

Ein zentrales Element ist hierbei die Erstattung von Verdachtsmeldungen.

Das Geldwäschegesetz regelt in Abschnitt 6 (§ 43 bis § 45), wann, wie und wo Sie Sachverhalte melden müssen, bei denen Tatsachen auf einen Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung hindeuten.

Es müssen keine Verdachtsmomente gegeben sein, wie sie für die Erstattung einer Strafanzeige erforderlich wären. Zu prüfen ist vielmehr, ob es sich um einen Sachverhalt handelt, der unter dem Blickwinkel der allgemeinen Erfahrungen und dem beruflichen Erfahrungswissen ungewöhnlich und/oder auffällig ist und die Möglichkeit von Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung naheliegt oder darauf schließen lässt.

Gleiches gilt, wenn der Vertragspartner nicht offengelegt hat, ob es einen wirtschaftlich Bererchtigten gibt.

Wichtig: Die Verdachtsmeldepflicht gilt für bare wie unbare Geschäfte gleichermaßen und unabhängig vom Wert des Vermögensgegenstands oder der Höhe der Transaktion (bei Güterhändlern insoweit keine Privilegierung wie beim Risikomanagement (§ 4 Abs. 5 GwG) und den Sorgfaltspflichten (§ 10 Abs. 6a GwG)).

Synonyme: Whistleblower

Lebenslagen: Terrorabwehr

Autor: Super-Admin

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Whistleblower